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Good to know · Microsoft Copilot

Microsoft Copilot einführen: Lizenzen, Schulung und Rollout im Unternehmen

Kurzantwort

Microsoft Copilot führt ihr in drei Teilen ein: Lizenzen und Rechte klären, das Team schulen, Regeln festlegen. Die Technik richtet eure IT in wenigen Tagen ein. Ob die Lizenzen danach genutzt werden, entscheidet die Schulung. Wer Copilot nur einschaltet, bekommt einen teuren Chatbot. Unser AI Enablement auf Copilot dauert sechs Wochen und läuft an den eigenen Aufgaben der Teilnehmenden.

Peter Grünhage Peter Grünhage · 9 Min Lesezeit

Welche Copilot-Lizenz braucht ihr?

Jede Person braucht eine Lizenz für Microsoft 365 Copilot, als Zusatz zu eurem Microsoft-365-Abo. Kleinere Organisationen nehmen Copilot Business, große Organisationen die Enterprise-Variante. Copilot Chat ist kostenlos, greift aber nicht auf eure Mails, Termine und Dateien zu.

ProduktWas es kannPreis pro Person und Monat
Copilot ChatChat im Browser und in den Office-Apps, ohne Zugriff auf eure Arbeitsdatenin bezahlten Microsoft-365-Abos enthalten
Microsoft 365 Copilot BusinessCopilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams, Zugriff auf eure Mails, Termine und Dateien, eigene Agenten. Für Organisationen bis 300 Personen.18,20 Euro bei jährlicher Zahlung
Microsoft 365 Copilot (Enterprise)dasselbe für Enterprise-Abos26 Euro bei jährlicher Zahlung
Copilot StudioAgenten, die selbst handeln und andere Systeme ansprechennach Verbrauch
Copilot ProLizenz für Privatpersonenfür Unternehmen ungeeignet

Preise sind Listenpreise netto, Stand Oktober 2026. Wer Copilot Business bis 31. Dezember 2026 abschließt, zahlt im ersten Jahr 15,60 Euro. Den aktuellen Stand zeigt die Preisseite von Microsoft.

Lohnen sich Copilot-Lizenzen für das ganze Team?

Erst, wenn das Team weiß, wofür es Copilot nutzt. Kauft Lizenzen zuerst für die Personen, die geschult werden. Alle anderen arbeiten bis dahin mit Copilot Chat, der in Microsoft 365 enthalten ist.

Ein Rechenbeispiel: 50 Personen mit Copilot Business kosten 10.920 Euro im Jahr, zusätzlich zu Microsoft 365. Gewinnt jede Person eine Stunde pro Woche, sind das bei 45 Arbeitswochen und 60 Euro internem Stundensatz 135.000 Euro im Jahr.

Wie läuft die Einführung von Microsoft Copilot ab?

In acht Schritten, vom Kauf bis zur Richtlinie. Die ersten sechs erledigt eure IT in wenigen Tagen. Schulung und Regeln laufen danach parallel.

SchrittWas passiertWer
1. Lizenz kaufenim Microsoft-365-Admin-Center als Zusatz zum bestehenden AboIT, Einkauf
2. Konten prüfenLizenzieren lassen sich nur Konten aus eurem eigenen Mandanten. Gastkonten bekommen keine Lizenz.IT
3. Rechte aufräumenFreigaben für „Jeder“ in SharePoint und Teams prüfen, bevor Copilot sie durchsuchtIT, Fachbereiche
4. Lizenzen zuweiseneinzeln oder über Gruppen. Bis Copilot in allen Apps erscheint, dauert es bis zu 24 Stunden.IT
5. Agenten erlaubenim Admin-Center festlegen, wer Agenten nutzen, bauen und teilen darfIT
6. TestenJede Person prüft in zwei Minuten, ob Copilot ihre Mails, Termine und Dateien findet.alle Nutzenden
7. Schulungsechs Wochen, drei Module, Praxisaufgaben an eigenen Aufgabenalle Nutzenden
8. RegelnKI-Richtlinie auf ein bis zwei Seiten, Abstimmung mit dem BetriebsratGeschäftsführung, Betriebsrat

Den Start plant ihr mit uns im Erstgespräch: Teilnehmende bestimmen, offene Fragen klären, Lizenzen besorgen, loslegen. Parallel sammelt ihr Use Cases, also Aufgaben aus eurem Alltag, die Copilot übernehmen soll. Aus ihnen werden die Praxisaufgaben.

Warum nutzen Mitarbeitende Copilot kaum?

Weil ihnen niemand zeigt, welche ihrer eigenen Aufgaben Copilot übernehmen kann. Copilot sitzt in jeder Office-App, aber er wartet auf eine gute Anweisung. Wer nur ein paar Beispiel-Prompts kennt, probiert es zweimal und hört dann auf.

Diese Frage hören wir in Erstgesprächen oft. Ein Kunde hatte Copilot-Lizenzen und war unzufrieden. Ein anderer sagte über die Copilot-Schulungen, die er kannte: Sie zeigten nur die Technik, und das sei zu wenig.

Drei Dinge helfen. Übt an Aufgaben aus dem eigenen Job. Gebt auf jede Praxisaufgabe eine Rückmeldung. Und lasst die Leute eigene Agenten bauen. Wer einen Agenten für seine eigene Arbeit gebaut hat, hat einen Grund, ihn zu nutzen. Im ersten Modul geben in unseren Programmen im Schnitt zwei von drei Teilnehmenden ihre Praxisaufgabe ab.

Wie läuft eine Copilot-Schulung ab?

Unser AI Enablement auf Copilot dauert sechs Wochen. Jedes der drei Module hat eine Learning-Session und eine Fragestunde von je 60 Minuten. Dazwischen lösen die Teilnehmenden eine Praxisaufgabe in ihrem eigenen Copilot. Jede Abgabe bekommt eine persönliche Rückmeldung.

ModulWas euer Team in Copilot lerntErgebnis
1. KI sicher nutzenWie Sprachmodelle arbeiten, Aufgaben vollständig beschreiben, Copilot in Outlook, Teams, Word und Excel einsetzen, Ergebnisse prüfenListe eigener Aufgaben für Copilot
2. Agenten selbst baueneinen Agenten mit eigenem Wissen bauen, auf Mails und Dateien zugreifen lassen und im Team teilenein eigener Agent für die eigene Arbeit
3. Aufgaben gezielt abgebenAbläufe beschreiben und priorisieren, im Probelauf an Copilot abgeben, als feste Anleitung in einem Agenten festhalten, Prüfschritte für den Menschen festlegenerste Aufgabe ganz an Copilot abgegeben und mit dem Team geteilt

Für einen schnellen Einstieg gibt es den Copilot-Workshop. Er dauert einen halben oder ganzen Tag und bringt ein Team zu ersten Ergebnissen. Damit Copilot im Alltag ankommt, braucht es mehrere Wochen. Welche Formate es gibt, steht unter KI-Schulung für Mitarbeiter.

Agent Builder oder Copilot Studio: Womit baut ihr Agenten?

Mit dem Agent Builder in Microsoft 365 Copilot baut jede Person eigene Agenten mit Anweisungen und Wissen aus SharePoint oder OneDrive. Copilot Studio braucht ihr erst für Agenten, die selbst handeln, andere Systeme ansprechen oder ohne Chat ablaufen. Das baut meist die IT.

Agent BuilderCopilot Studio
Für wenalle mit Copilot-LizenzIT und erfahrene Fachleute
Was der Agent kannFragen beantworten, Texte entwerfen, Wissen aus Dateien und SharePoint nutzendazu Aktionen in anderen Systemen, Abläufe ohne Chat, eigene Anbindungen
Teilenmit Personen im eigenen Mandantenin Teams, in Microsoft 365 und auf Websites
Kostenin der Copilot-Lizenz enthaltennach Verbrauch

Startet mit dem Agent Builder. Im AI Enablement bauen die Teilnehmenden ihren ersten Agenten dort. Copilot Studio verteilt seine Einstellungen auf mehrere Admin-Portale. Für unseren eigenen ersten Agenten in Copilot Studio haben wir einen Nachmittag und vier Portale gebraucht.

Andere Systeme bindet Microsoft über Copilot-Konnektoren an, etwa Salesforce, ServiceNow oder Confluence. Die Übersicht steht in der Konnektoren-Galerie von Microsoft.

Ist Microsoft Copilot datenschutzkonform?

Ja, wenn ihr ihn richtig einstellt. Copilot verarbeitet eure Daten innerhalb der EU-Datengrenze von Microsoft und trainiert nicht mit ihnen. Zwei Einstellungen solltet ihr kennen, weil sie Daten aus der EU hinausführen können.

ThemaWas gilt
VerträgeCopilot fällt unter die bestehenden Produktbedingungen und den Auftragsverarbeitungsvertrag von Microsoft 365.
Training mit euren Datennein
Verarbeitung bei SpitzenlastSeit April 2026 darf Microsoft Anfragen aus EU-Mandanten bei hoher Last außerhalb der EU verarbeiten (Flex Routing). Die Admins schalten das im Admin-Center unter Copilot und Einstellungen ab.
Modelle von AnthropicSie laufen außerhalb der EU-Datengrenze und sind in EU-Mandanten zunächst abgeschaltet. Lasst sie aus, wenn ihr nur in der EU verarbeiten wollt. Copilot Cowork nutzt diese Modelle.
C5-TestatMicrosoft 365 hat ein C5-Testat. Für Gesundheits- und Sozialdaten nach § 393 SGB V ist Copilot deshalb meist die naheliegende Wahl.
BetriebsratMitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Prüft, ob eure Betriebsvereinbarung zu Microsoft 365 Copilot schon abdeckt.

Was das C5-Testat abdeckt und für wen es relevant ist, steht unter C5-Testat für KI im Gesundheitswesen.

Woran hakt die Copilot-Einführung?

Meist an Lizenz, Rechten und Freigaben im Admin-Center. Die KI selbst ist selten das Problem. Benennt für die ersten Wochen eine feste Ansprechperson in der IT.

StolpersteinWas hilft
Im Warenkorb landet ein kombiniertes Abo, das euer bisheriges Microsoft-365-Abo ersetztvor dem Abschluss prüfen, ob „Add-on“ ausgewählt ist
Teilnehmende haben nur Copilot Chat und finden ihre Dateien nichtLizenz Microsoft 365 Copilot zuweisen und bis zu 24 Stunden warten
Externe oder Gastkonten bekommen keine Lizenzjeder Person ein Arbeitskonto im eigenen Mandanten geben
„Neuer Agent“ fehltAgenten im Admin-Center für alle oder die passende Gruppe erlauben
Agenten lassen sich nicht teilenim Admin-Center das Teilen von Agenten erlauben. Geteilt wird nur im eigenen Mandanten.
Copilot findet Dokumente, die niemand finden sollteFreigaben in SharePoint vor dem Start aufräumen

Copilot oder Langdock: Was passt besser?

Copilot passt, wenn ihr ein C5-Testat braucht oder mit Copilot schon gut arbeitet. In den meisten anderen Fällen passt Langdock besser, auch wenn ihr mit Microsoft 365 arbeitet. Langdock bindet Outlook, Teams und SharePoint an, bündelt Modelle mehrerer Anbieter und lässt Fachbereiche Agenten und Skills ohne die IT bauen und teilen.

Skills sind dabei ein wichtiger Unterschied. Ein Skill ist eine wiederverwendbare Arbeitsanleitung für die KI, auf Wunsch mit eigenem Programm. In Langdock legt jede Person Skills an und teilt sie im Team. Bei Microsoft entstehen Skills bisher in Copilot Studio, also meist bei der IT. Beide nutzen ein offenes Format. Gut beschriebene Skills nehmt ihr bei einem Wechsel mit.

Eure LageUnsere Empfehlung
Gesundheits- oder Sozialdaten, C5-Testat nötigCopilot
Copilot läuft schon und das Team arbeitet gut damitCopilot
Modelle mehrerer Anbieter, schneller StartLangdock
Fachbereiche sollen Agenten und Skills ohne die IT bauen und teilenLangdock
auch Gmail oder Google Drive im EinsatzLangdock oder ChatGPT Enterprise

Die ganze Abwägung steht in der Entscheidungshilfe zur KI-Plattform. Wir schulen auf Copilot, Langdock und Claude. Für Langdock steht alles unter Langdock-Schulung.

Nächster Schritt

Ihr habt Copilot-Lizenzen und wollt, dass euer Team sie nutzt? Im Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, wo ihr anfangt, kostenfrei.

Erstgespräch vereinbaren

Stand Oktober 2026. Lizenzen und Preise: Microsoft, Listenpreise netto bei jährlicher Zahlung, abgerufen im Oktober 2026. Flex Routing: Microsoft Learn, „Copilot flex routing“, gültig seit 17. April 2026. Anthropic-Modelle: Microsoft Learn, Stand September 2026. Copilot Cowork: Microsoft, allgemein verfügbar seit Juni 2026. Schritte und Stolpersteine: unsere Einrichtungsanleitung für Copilot-Kunden und eigene Projekte. Abgabequote: Praxisaufgaben des ersten Moduls in unseren Programmen. Konnektoren und Skills: Microsoft Learn, Stand Oktober 2026.

Peter Grünhage
Der Autor
Peter Grünhage

Technologie und Produkt bei Grünhage AI. Ex-Facebook, Ex-Snapchat. Über zehn Jahre digitale Produkte bei den großen Tech-Konzernen. Eigenes Compliance-Unternehmen aufgebaut.

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